Erasmus +
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April 2019
Begegnung in Druskininkai, Litauen
Vom 7. – 13.04.2019 haben je drei Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte der Gesamtschule Aspe an der Begegnung in Druskininkai, Litauen teilgenommen.
Der Flug von Hamburg über Kopenhagen in die litauische Hauptstadt Vilnius war für manch einen Teilnehmer eine Premiere: es war doch sehr aufregend, im Rahmen einer Schulveranstaltung im Flugzeug zu sitzen und sich auf so viele unbekannte Eindrücke einzulassen!
Insgesamt 30 Jugendliche aus Deutschland, Frankreich und Litauen haben sich eine Woche lang mit dem Thema « Schule: Traum und Realität » beschäftigt, aber auch Einblicke in die litauische Kultur und Lebensart bekommen.
An der Schule konnten sie sich in Workshops einbringen, etwas über den Schulalltag in anderen Ländern erfahren, in Kleingruppen ihre Traumschule basteln und Verbesserungsvorschläge für einen interessanteren Schulalltag austauschen. Das Mittagessen gab es in der traditionellen Mensa: die Schülerinnen und Schüler saβen auf langen Holzbänken an schweren Holztischen, und das Essen wurde als Tellergerichte serviert.
Die Schülerinnen und Schüler waren in Gastfamilien untergebracht, was ihnen die Möglichkeit gab, den Alltag ihrer litauischen Mitschüler hautnah zu erleben. Nur die Kinder aus der französischen Grundschule übernachteten im Hotel.
Wir hatten auch eine Stadtführung durch den Kurort Druskininkai mit seinem schönen Kurpark und der Wasserfontäne, die Musik auf Bestellung spielt. Mit so einer gepflegten Anlage hatte niemand von uns gerechnet!
Der Besuch eines traditionellen Bauernhofs stand im Kontrast zu einem Workshop an der Universität Kaunas (der zweitgröβten Stadt Litauens), aber beide Programmpunkte boten den Jugendlichen nicht nur Einblicke in unterschiedliche Berufe, sondern auch in die litauische Lebenswirklichkeit: Tradition und Moderne prallen immer wieder aufeinander.
Ein Nachmittag im Freizeitschwimmbad mit seinen zwölf Wasserrutschen war ein Riesenspaβ für alle, genau wie der Bowling-Abend.
Im Laufe der Woche war die Schüchternheit aller Teilnehmenden verschwunden, und Freundschaften waren entstanden. Die Kinder und Jugendlichen kommunizierten immer besser auf Englisch – und mit Händen und Füβen klappte es sowieso prima!
So war dann auch der letzte Abend mit den Gastfamilien ein rührender Moment für alle. Nach fröhlichen Volkstänzen und einem leckeren Buffet, das die Eltern vorbereitet hatten, floss so manche Abschiedsträne, nicht nur bei den jungen Leuten, sondern auch bei den Erwachsenen.
Wir haben eine wunderbare Woche in Druskininkai erlebt : herzliche Gastfreundschaft, Groβzügigkeit, Freundlichkeit und ganz viel Menschlichkeit – und fliegen mit dankbaren Herzen wieder zurück.
Erasmus+ an der Gesamtschule Aspe
Erasmus + ist das EU-Programm zur Förderung von allgemeiner und beruflicher Bildung, Jugend und Sport in Europa. Es bietet Schulen die Möglichkeit, über Grenzen hinweg gemeinsame Projekte zu erarbeiten, indem es ihnen finanzielle Mittel zur Durchführung zur Verfügung stellt.Im ersten Projekt CHANCE arbeiteten wir gemeinsam mit drei anderen Schulen in Litauen und Frankreich an schülerzentrierten Projekten:
- die Schule « Atgimimo mokykla » in Druskininkai, Litauen
- die Gesamtschule « Cité scolaire Jean Jaurès » in St Affrique, Frankreich und
- die Grundschule « Ecole Blanchard » in St Affrique, Frankreich
Insgesamt sollte es vier Begegnungen in den Partnerschulen geben:
- Januar 2019 in St Affrique,
- April 2019 in Druskininkai,
- Oktober 2019 in Bad Salzuflen,
- Juni 2020 in St Affrique.
Zu jeder Begegnung machen sich etwa sechs Jugendliche und zwei Lehrkräfte aus jeder der vier Schulen auf den Weg. Eine Woche lang ging es dann darum, wie die Schülerinnen und Schüler ihren Schulalltag erleben, was sie verbessern möchten, welche Ziele sie sich persönlich stecken und wie sie ihre Zukunft sehen. Aber besonders reich wurden diese Treffen durch die persönliche Begegnung mit den Jugendlichen aus anderen europäischen Ländern: deren Schulalltag zu verstehen, sich auszutauschen, miteinander durch Sport und Spiel zu wachsen und Ängste zu überwinden, all das waren Ziele des Projektes, das wir erfolgreich bis zum Ende durchgeführt haben.
https://www.kmk-pad.org/programme/erasmusplus/grundlagen.html
- die Gesamtschule Aspe
- die Schule « Atgimimo mokykla » in Druskininkai, Litauen
- die Gesamtschule « Cité scolaire Jean Jaurès » in St Affrique, Frankreich
- die Schule « Seyhan Danisment Gazi Anadolu Lisesi », Türkei
- das Jungeninternat « Zespol Placowek Edukacyjno-Wychowawczych w Lwowku Slaskim », Polen
Durch Corona fanden zu Beginn nur online Aktivitäten statt. Über die eTwinning-Plattform konnten sich alle 5 Schulen austauschen und verschiedene Aktivitäten durchführen, von denen im Anschluss Videos oder Fotos gepostet wurden. Zum Abschluss einer Arbeitsphase organisierten wir eine große ZOOM- Konferenz mit mehr als 50 Teilnehmenden, die teilweise mit Maske in ihrer Schule saßen oder aus ihrem Zimmer von Zuhause teilnahmen… Wir erinnern uns wohl alle an diese ungewöhnliche Zeit!
Doch ab März 2022 konnten endlich wieder Schülerbegegnungen organisiert werden – wenn nicht der Ukrainekrieg für Komplikationen gesorgt hätte!
Statt aller fünf Schulen konnten sich zu dem Zeitpunkt nur die deutsche und die litauische Delegation in Adana mit dem türkischen Team treffen. Doch was für eine Freude und Aufregung, endlich wieder mit Schülerinnen und Schülern verreisen zu dürfen! In Adana drehten sich alle Aktivitäten um das Element „Erde“: der Besuch einer Tropfsteinhöhle, ein Workshop zur Arbeit eines Töpfers und die Herstellung eines Fliesen-Mosaiks standen auf dem Programm.
Im Juni 2022 gab es eine große Schülerbegegnung in St Affrique, Frankreich, zu der auch 6 junge Menschen aus Aspe mitgereist sind. Dort bildete die Luft / der Wind den Schwerpunkt der verschiedenen Aktivitäten, und dazu gehörten nicht nur die Papierflieger!
Im Oktober 2022 traf man sich dann in Lwowek Slanski – dem alten Löwenberg in Schlesien. Die deutsche Delegation von 5 Schülerinnen und Schülern und ihrer zwei Lehrerinnen konnte mit dem Zug anreisen. Der Ort liegt unweit von einem erloschenen Vulkan, so dass sich die Woche um das Element Feuer drehte. Eine Wanderung auf dem alten Vulkan oder auch ein Lagerfeuer erfreuten alle teilnehmenden.
Und im Mai 2023 fand schließlich die letzte Schülerbegegnung dieses Projekts statt. Es ging nach Litauen, wo genau an dem Wochenende ein großes Stadtfest für viel Abwechslung, fröhliche Momente und musikalische Einblicke in die Kultur sorgte.
Was ist das Besondere an solchen Erasmus + Projekten?
In der Regel verreisen zwei Lehrkräfte mit kleinen Schülergruppen von etwa 6 – 10 Jugendlichen für ungefähr eine Woche und besuchen Schülerinnen und Schüler an einer europäischen Partnerschule. Man bekommt Einblicke in den Schulalltag, besucht Unterricht und Pausenräume, isst in der Mensa und versucht, sich in allem auf Englisch zu verständigen… Außerdem gibt es verschiedene thematische Aktivitäten an den Nachmittagen. Für gewöhnlich kann ein internationaler Abend ein geeigneter Moment sein, um traditionelle Tänze, kulinarische Spezialitäten oder beliebte Spiele eines jeden Landes vorzustellen und auszuprobieren.
Und das „ganz Besondere“? Die Projekte werden durch EU-Gelder gefördert, so dass in den meisten Fällen der größte Teil der Reisekosten abgedeckt ist und nur wenig Geld von den Familien aufgebracht werden muss.
Das dritte Projekt „Beyond the Horizon“
wird zwischen August 2023 und Februar 2025 durchgeführt.
internationales Seminar zu digitalen Themen und KI in der Schule besucht. Eine weitere
Lehrkräftefortbildung wird Anfang 2025 in Helsinki stattfinden.
Das Projekt umfasst ebenfalls eine Schülerbegegnung auf La Palma und in Adana sowie ein
Auslandspraktikum in Litauen.
Nach Litauen ging es auch für zwei Schülerinnen und einen Schüler der 8. Klasse, die in Gastfamilien
den Alltag von Gleichaltrigen erleben durften und zwei Wochen lang die Schule in Druskininkai
besuchten.